RIMET WISSENSBASIS – 18.09.2025

RIMET WISSENSBASIS – 18.09.2025

Aluminium gehört zu den am häufigsten eingesetzten Werkstoffen in der Zerspanung – es vereint geringes Gewicht, gute Festigkeit und eine sehr gute Bearbeitbarkeit.
Daher ist die Drehbearbeitung von Aluminium, sowohl auf konventionellen Drehmaschinen als auch auf CNC-Drehzentren, zur Grundlage der Fertigung in vielen Branchen geworden – von der Automobilindustrie über die Luftfahrt bis hin zur Elektronik.
Obwohl das Prinzip des Abtragens von Material an einem rotierenden Werkstück seit Jahrhunderten bekannt ist, haben erst CNC-Steuerungen den Weg zu stabilen Prozessen, hoher Wiederholgenauigkeit und präzisen Ergebnissen eröffnet.
Moderne CNC-Drehmaschinen ermöglichen Prozessparameter, die mit konventionellen Maschinen kaum oder nur sehr schwer zuverlässig erreichbar wären.
Beim Drehen rotiert das Werkstück im Spannfutter der Drehmaschine, während das Werkzeug den Materialüberschuss abträgt.
Aluminium und seine Legierungen sind für diesen Prozess besonders gut geeignet, da sie:
Man unterscheidet zwei grundlegende Arten der Drehbearbeitung:
Von zentraler Bedeutung ist die Wahl der richtigen Legierung.
Aluminiumlegierungen der 6xxx- und 7xxx-Serie bieten hohe Festigkeit und gute Zerspanbarkeit und dominieren daher in technischen Anwendungen.
Reinaluminium aus der 1xxx-Serie besitzt zwar eine hervorragende Wärmeleitfähigkeit, ist jedoch sehr weich und schwieriger mit hoher Oberflächengüte zu bearbeiten.
Konventionelle Drehmaschinen haben nach wie vor ihren festen Platz, insbesondere in folgenden Situationen:
Beispielhafte Schnittwerte für Aluminium auf einer konventionellen Drehmaschine:
Diese Technologie ist flexibel und schnell, allerdings ist es deutlich schwieriger, enge Toleranzen und hohe Wiederholgenauigkeit in der Serienfertigung einzuhalten.
Die CNC-Technologie hat die Aluminiumbearbeitung grundlegend verändert. CNC-Drehmaschinen ermöglichen:
Für Branchen wie Luftfahrt, Automobilindustrie oder Medizintechnik ist diese Technologie unverzichtbar.
Typische Anwendungen sind unter anderem:
Die Oberflächenqualität nach dem Drehen von Aluminium hängt unter anderem von folgenden Faktoren ab:
In vielen Fällen kann eine gut gewählte Drehstrategie eine zweite Bearbeitung komplett überflüssig machen.
Die Drehbearbeitung von Aluminium ist nach wie vor eine der Schlüsseltechnologien für die Herstellung moderner technischer Komponenten:
Mit der weiteren Entwicklung von CNC-Technik und Automatisierung wird das Aluminiumdrehen auch in Zukunft ein Fundament der Fertigung bleiben – sowohl in Hightech-Branchen als auch in vielen allgemeinen industriellen Anwendungen.